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Double Down Live RSS 1.0


Double Down Live
Double Down Live

Ein Album von ZZ TOP

1980 brachten ZZ TOP, bestehend aus Bill F. Gibbons an der E-Gitarre, Dusty Hill am Bass und Frank Beard (ironischerweise der einzige ohne langen Bart) an den Drums, Südstaatenflair in die Essener Grugahalle im Rahmen des renommierten Rockpalasts.
Endlich gibt es diesen raren Gig auch für zuhause.

Mit „Double Down Live“ kommt nun der bislang ultimative audiovisuelle ZZ TOP Live-Mitschnitt in die Läden.Zuerst wurde ja das DVD-Format jahrelang vernachlässigt und nun gibt es binnen kürzester Zeit gleich zwei Veröffentlichungen von der „lil´ ol´ band from Texas“.
Gut, dem Fan kann das natürlich nur recht sein.
Zum einen hat man es hier mit einem immerhin schon fast 30 Jahre alten Gig zu tun
Und was das bedeutet, ist natürlich sonnenklar: Vintage ZZ Top in Reinkultur. Die Bärte waren damals schon sehr lang.
Zudem hatte Gibbons seine legendäre 1959er Gibson Les Paul namens Pearly Gates mit dabei.
Okay, der Mann ist passionierter Gearhead und hat natürlich mehrere Les Pauls. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass es sich bei dem unglaublich fett klingende Instrument tatsächlich um des Meisters berühmte Pearly handelt.

Zudem besteht die Setlist aus zahlreichen Klassikern.
Der Rockpalst-Gig fällt nämlich genau in eine Zwischenphase für die Band.
Man hatte damals noch nicht die Hinwendung zum kommerzielleren Achtziger-Sound der Alben wie „Eliminator“ mit den Elektro-Experimenten vollzogen.
War man in den 70ern noch eine reine Blues N´ Boogie Band so kam es in den Achtzigern zu einer Soundveränderung: Im Herzen immer noch erdige Bluesrocker, erweiterten sie den Sound um computer-generierte Samples- ganz wie es damals eben Mode war.
Gleichzeitig brachte diese Phase auch einige der allergrößten und vor allem bekanntesten Songs der Band hervor: die „Trilogie“ aus „Legs“, „Sharp Dressed Man“ und „Gimme All Your Lovin´“
Zusammen mit den kultigen Videos wurden sie zu Lieblingen des noch jungen MTV.
Diese Songs fehlen allerdings auf „Double Down Live“-Klar, denn das „Eliminator“-Album kam erst 1983 heraus.
Ein paar Songs aus der Setlist deuten dennoch schon den Weg der nur wenige Jahre später beschritten werden sollte an, großteils hält man sich aber an die band-typischen Bluesrocker wie "Jesus Just Left Chicago", "She Loves My Automobile", "Tube Snake Boogie","Tush“ oder "La Grange".
Zusätzlich gibt es noch ein Cover von Elvis Presleys "Jailhouse Rock" und ZZ Tops Version des Bluesstandards "Dust My Broom".
Nur schade, dass man auf "Mexican Blackbird" vom ´75er "Fandango“-Album verzichtet hat.

Dem grandiosen Konzert wird mit einem unglaublich druckvollen Klang Rechnung getragen-Da dreht man gerne lauter auf.
Die Videoqualität kann da leider nicht ganz mithalten. Das tendenziell durch die damalige Beleuchtung recht dunkle Bild wird stellenweise von kleinen Störstreifen getrübt. Das ist aber ehrlich gesagt nicht so schlimm und ein häufiges Problem bei Mitschnitten dieses Alters.
Zudem entschädigt der Gig vollauf dafür-Allein dieses Konzert ist den Kaufpreis wert.
Doch was würde das „Double“ im Titel bedeuten, wenn da im Amaraycase nicht noch einen zweite Disc schlummern würde?
Eben. Diese enthält ein ZZ TOP-Roadmovie namens „On The Road 2008”.
Eine Mischung aus Konzerteindrücken und Behind The Scenes Material.
Der on stage-Content deckt sich dabei großteils mit der Songauswahl, die schon auf dem letztjährigen „Live In Texas“ vorzufinden war: Mit „Hey Joe“ ist aber eine geile, zusätzliche Coverversion mit drauf, auf die man ungern verzichten würde.
Die Einblicke, die hinter die Kulissen gewährt werden sind zudem eine nette Draufgabe.
Insbesondere wenn man bedenkt, wie vollständig abgeschirmt die tres hombres auf ihrer momentanen Tour werden.

Unbedingte Empfehlung kann das Fazit da nur lauten.

A-how how how how

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(02. November 2009)

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Daten zum Album
Double Down Live 2009
Produktion
Interpret ZZ TOP Besetzung Billy F.Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard
Aufnahmedatum 1980 und 2008
Gastmusiker
Label EDEL/Eagle Vision Lauflänge 154 min.
Kommentare zu dieser Kritik

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