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15 Jahre Rookie Records
15 Jahre Rookie Records

Ein Album von VA

Dieses Jahr feiert Rookie Records 15 jähriges Jubiläum -
Ein Kölner Label. das man ja vornehmlich aufgrund seiner Veröffentlichungen aus der (deutschen) Punk Indie/Alternativeszene kennt (Genepool etwa bringen demnächst ein neues Album heraus).
Dass es jedoch auch in eine ganz andere Richtung gehen kann, beweisen 2 Neuveröffentlichungen aus jenem Hause:

Zum Einen wäre da „Welcome To Trash Vegas“ von den Radauerbrüdern Knucklebone Oscar aus dem kühlen Finnland.
Die Plattenfirma beschreibt den Stil als Mischung aus Rock N´ Roll und Surf, doch tendieren die Finnen auf diesem ihrem neuesten Longplayer meist recht deutlich in Richtung eher groben Psychobillys.
In 11 Songs wird hier geholzt was das Zeug hält .
Der selbstgewählte Trash-Anspruch den die 4 Knucklebones erheben, wird über die gesamte Spieldauer der Platte ziemlich konsequent aufrechterhalten. wenngleich das auch etwas bemüht wirkt und man oft bei den Lyrics – wohl bewusst - wenige Klischees auslässt.
Auch der Sound der Platte fügt sich nahtlos beim Gesamtbild ein: Recht dumpf und nicht eben dynamisch. Wobei man hier wohl bewusst den Weg der Low Budget-Produktion ging, um das Trash-Flair zu unterstreichen.

Keine Frage, die Jungs geben hier dauernd Vollgas und vermögen mit so manchem dreckigem Riff zu überzeugen –auf Dauer wirkt das ganze jedoch recht ermüdend. Als Zuhörer hat man nämlich die meisten Einfälle die die Band zu bieten hat, schon nach den ersten 2 Tracks gehört und spätestens ab Track Numero 3 beginnen sie sich dann zu wiederholen.
Die Songs unterscheiden sich wenig, Sänger Oscar brüllt meist ohne Nuancen ins Mic-
Für einen ganzen Longplayer sind das trotz kurzer Spieldauer einfach etwas wenige Ideen , wer jedoch derbem Psychobilly etwas abgewinnen kann, ja, für den dürften die Finnen durchaus interessant sein.

Etwas filigraner gehen da schon die Labelkollegen von den Puta Madre Brothers zu Werke.
Trotz mexikanisch anmutendem Bandnamens und einem Albumtitel wie „Queso y Cojones“- was soviel wie Käse und Eier, im Sinne von Balls/Mumm bedeutet – kommen die Jungs gar nicht aus dem Land South of the border.

Nein, die Bandmitglieder Anto Macaroni, Pikkle Henning und Renato Vacirca stammen alle aus down under.
Auf „Queso Y Cojones“ präsentieren die Australier eine Mischung aus typischen Sixties-Instrumental-Rock und mexikanischen Einflüssen: Die Jungs dürften Spaghetti Western-Fans sein.

Zwar ist nicht jeder der 14 Songs ein Bringer, doch gleichzeitig ist das ganze auch mehr als ein Experiment. Denn die teils abgefahrenen Soundeinfälle und besonders die durchaus atmosphärischen Melodien auf der verzerrten Twang- Gitarre machen dieses Albums für Instrumental-Rock-Fans durchaus kurzweilig.
Fazit: sehr interessant!

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(14. Feber 2011)

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Daten zum Album
15 Jahre Rookie Records
Produktion
Interpret VA Besetzung
Aufnahmedatum
Gastmusiker
Label Lauflänge
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