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Low Voltage RSS 1.0


Low Voltage
Low Voltage

Ein Album von The Boss Hoss

Oh mann, The Boss Hoss kommen nicht zur Ruhe- und mal ehrlich, ich glaube das wollen die Jungs auch gar nicht.
Die Band um Hoss Power ist wahrlich mehr als fleißig und haut Veröffentlichung um Veröffentlichung geradezu im Akkord heraus : Erst letztes Jahr kam ja mit „Do Or Die“ ein äußerst hörenswertes Studioalbum in die Läden und heuer gibt es fast zur gleichen Zeit wieder Nachschub für die darbende Fangemeinde.
Nun, uns kann das natürlich nur recht sein, vor allem wenn das Ergebnis dann so ausfällt wie beim neuesten Boss Hoss-Opus namens „Low Voltage“.

Offenbar in Anlehnung an den AC/DC-Klassiker „High Voltage“ benannt, zockt sich die Band durch ein beschwingtes Unplugged-Set.
Und dass der Name „Low Voltage und das Fehlen elektrischer Gitarren natürlich nicht bedeutet, dass einen Gang runter geschaltet wird dürfte klar sein.
Einige Fans schienen schon im Vorfeld der Veröffentlichung ihrem Unmut über die Richtung, die hier eingeschlagen wird, Luft machen zu müssen: Unverständlich, denn der Schritt hin zu „unplugged“ ist natürlich ein logischer und vor allem ein nicht allzu weiter:
Akustische Instrumente haben im Country (und nicht nur dort) eine lange Tradition und auch bei den „elektrischen“ Shows der Jungs waren Akustikgitarre und Co. Immer präsent:
Hoss Power etwa sieht man bei Gigs ja fast immer mit seiner von Stickern übersäten Gibson Jumbo.
Und die darf natürlich auch dieses Mal nicht fehlen.
15 Songs lang spielt sich die Bad durch ein mal beschwingtes und mal betont relaxtes Set.
Neben Bos Hoss-Eigenkompositionen gibt es da auch Coverversion wie Richard Berrys „Have Love Will Travel“.

In den Genuss des eigentlichen Clous von „Low Voltage“ kommt man allerdings erst, wenn man sich die Deluxe Edition der Disc gönnt: Denn da ist noch eine Bonus DVD mit einem Unplugged-Konzert in voller Länge drauf. Eine ähnliche Veröffentlichungspolitik verfolgte man schon bei „Do Or Die“ und wie damals geht das auch hier über einen bloßen Bonus bei weitem hinaus.
Zumal sich die Setlist von der Disc 1 (Audio CD) nur stellenweise mit der zweiten Disc, der DVD, überschneidet.
Die Band jedenfalls präsentiert sich ganz so, wie man das von ihr gewohnt ist:
Energiegeladen und mit tierischem Bock aufs Spielen ausgestattet.
Und weil die E-Gitarren diesmal in den Koffern bleiben, hat man sich Unterstützung in Form der „Tijuana Wonderbrass“ und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg geholt, die beide auch bei Disc 1 mit dabei sind.
Das sorgt für bombastischen Sound, der stellenweise an die Soundtracks von Spaghetti Western gemahnt.

Fazit:
Wieder eine sehr schöne Veröffentlichung aus dem Hause der Boss Hoss-Jungs.
Die Rechnung mit dem Mix aus Unplugged-Gig und dem Bombast des Orchesters gehr zwar nicht bei jedem Song auf, manche Boss Hoss-Eigenkomposition kommt jedoch noch um ein Quäntchen stringenter und mehr auf den Punkt gespielt rüber, als in den ursprünglichen elektrifizierten Versionen.
Die DVD mit dem gestochen scharfen Bild und der gelungen eingefangen Atmosphäre veredelt das Ganze natürlich noch und bietet neben dem Hörgenuss auch was fürs Auge. Nur ist der Spaß mit lediglich einer sehr knappen Stunde Spielzeit fast zu kurz ausgefallen.
Dennoch beweisen die sympathischen Jungs um Hoss Power wieder mal warum sie zu den besten und vor allem unterhaltsamsten Bands aus deutschen Landen gehören.

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(06. Mai 2010)

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Daten zum Album
Low Voltage 2010
Produktion
Interpret The Boss Hoss Besetzung Hoss Power,Boss Burns,Sir Frank Doe,Hank Williamson,Guss Brooks und Russ T. Rocket
Aufnahmedatum
Gastmusiker Deutsches Filmorchester Babelsberg & Tijuana Wonderbrass
Label Universal Lauflänge
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