Remasters

Ein Album von The Beatles
Der 09.09.2009.
Das ist nicht nur ein nettes Datum für Zahlenmystiker oder Hochzeitspaare sondern auch der Tag an dem der komplette Beatles Backkatlog wiederveröffentlicht wurde.
Gut, jetzt werden einige vielleicht sagen, im örtlichen Plattenladen stand doch eh meist die komplette Diskographie, zumindest aber das „White Album“ , schon ewig im Inventar.
Nun, das ist prinzipiell richtig. Doch wurde das Oeuvre der Beatles nun einer lange überfälligen Generalüberholung unterzogen und kommt im September so vollständig remastert in den Handel .
Alle originalen in Großbritannien veröffentlichten Alben von „Please Please Me“ bis zu „Let it Be“ sowie „Magical Mystery Tour“ und „Past Masters“ gibt es so im neuen Gewand.
Die alten Jewel Cases sind Geschichte. Die dürftigen Booklets ebenso.
Außer der „Past Masters“ -CD (die Songs wie zB „Day Tripper“ enthält, die auf keinem regulärem Album zu finden sind),spendierte man allen Discs noch einen Multimediabonus in Form kleiner Dokus über die Entstehung des jeweiligen Albums.
Bei der Neuauflage hat man sich also recht viel Mühe gegeben-Als Fan hat man dafür aber die Qual der Wahl.
Denn man hat sich für ein Re- Release in mehreren verschiedenen Versionen entschieden.
So gibt es zum einen die „klassische“ Abmischung in Mono und eine neue Stereo – Version.
Ketzerei und Frevel rufen die einen. Die anderen freuen sich über richtig gut klingende Stereo – Mixe.
Zur damaligen Zeit war es in den USA längst Usus Aufnahmen in Stereo zu machen, nur im Vereinten Königreich hielt man noch an der alten Aufnahmetechnik fest.
Was jetzt „besser“ ist, bleibt also eine Glaubensfrage bzw. reine Geschmackssache.
Die Stereo Remasters kann man jedenfalls in einer aufwändigen Box gesammelt oder einzeln erwerben. Wer es lieber „authentisch“ mag, kann sich noch eine eigene Monobox ins Regal stellen
Die erste Hörprobe bestätigt jedenfalls zweifelsfrei:
Der neue Mix ist wirklich gelungen.
„I Saw Her Standing There“ knallt mit Schmackes aus den Boxen .
Das Flugzeug zu Beginn von „Back In the USSR“ lässt das Wohnzimmer erzittern und wenn man genau hinhört vernimmt man nun auch, jetzt noch klarer, das berüchtigte Sesselquietschen ganz am Schluss von „A Day In The Life“.
Aber letztlich hat man sich eigentlich auch gar nichts anderes erwarten können.
Denn die fürs Remastering Verantwortlichen haben sich mächtig reingekniet:
Projektkoordinator Allan Rouse hat zusammen mit seinem Team aus sechs Ton-Ingenieuren in jahrelanger Kleinarbeit die legendären Alben bearbeitet.
Klar wollte man das Flair der Originalaufnahmen der Sechziger beibehalten, gleichzeitig aber einen Stereosound kreieren, der auch moderne Hörgewohnheiten befriedigt.
Und die Operation ist, wie gesagt, mehr als geglückt.
Und egal, wie man sich letztlich entscheidet:
Es scheint ganz so als sei man nun, Jahre nachdem die Alben der Fab Four aus Liverpool das erste Mal auf Compact Disc gebannt wurden, endlich bei der letzten und ultimativen Remasterstufe angekommen.
In diesem Sinne:
One, two, three, four…………
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