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Brothers and Sisters
Brothers and Sisters

Ein Album von The Allman Brothers Band

Brothers and Sisters“ - Für die Allman Brothers Band bedeutete dieses Album im Jahre 1972 einen gewaltigen Umbruch und wurde trotz widrigster Umstände zu einem ihrer erfolgreichsten Werke.

Öffnet man das Sleeve bzw. das Booklet des Albums sieht man die Band inmitten ihrer Freunde und Familie.
Eine riesige eingeschworene Gemeinschaft- Brothers and Sisters eben.

Ein idyllisches Bild- doch der Schein trügt.

Denn die Umstände unter denen dieser Schnappschuss entstand, waren für die Allmans alles andere als rosig.
Es waren Zeiten des Umbruchs und der Prüfungen für die Band.
Erst kürzlich mussten sie den Verlust zweier Brothers beklagen. Slide-Genie und Bandleader Duane Allman war von ihnen gegangen. Und weniger als ein Jahr später wurde wieder ein Mitglied aus ihrer Mitte gerissen. Bassist Berry Oakley ( der auf dem Album noch auf ein paar Tracks zu hören ist) starb wie Duane bei einem tödlichen Verkehrsunfällen und das nur wenige Blocks von der Unfallstelle des Gitarristen entfernt..
Die Gruppe stand am Scheideweg, die Bandmitglieder fragten sich ob es überhaupt noch Sinn ergab weiterzumachen.
Sie entschieden sich letztlich für das was im Geiste der beiden Verblichenen gewesen wäre und machten weiter.
Jedoch in etwas anderer Form als bisher.
Gitarrist Richard „Dickey“ Betts wurde neben Gregg Allman zur treibenden Kraft.
Er baute seine Tätigkeit als Songwriter weiter aus- von den 7 Tracks des Album stammen immerhin 4 von ihm.
Zudem sah sich Betts mit der Aufgabe konfrontiert als alleiniger Leadgitarrist dazustehen.
Dadurch wurde sein Einfluss noch größer und der Sound der Allmans rückte stärker in Richtung Country.
Dies zeigt sich zB auf Songs wie „Ramblin´ Man“ die klar die Einflüsse Betts´ widerspiegeln.
Die Neuorientierung kam beim Publikum jedoch gut an- der Erfolg gab der Band recht.
Das Album gehört zum Erfolgreichsten was die Band je veröffentlich hat und erreichte sogar die Nr. 1 in den Billboard Popcharts.
Die Classic Rock-Radiostationen hatten in „Southbound“ einen veritablen Hit gefunden und das fröhliche Instrumental „Jessica“ ist heute ein Evergreen.
Überhaupt fällt auf, dass wo das Vorgängeralbum „Eat A Peach“ so düster und wütend wirkte, die neuen Songs oft wesentlich heiterer rüberkommen.
Doch letztlich ist der Blues natürlich nie allzu weit weg.
Ein treibende Countryblues wie „Pony Pony“, bei dem Betts seien ganze Spielkunst auf der Dobro zeigt oder der Groove von „Jelly Jelly“ bezeugen dies überdeutlich.
So fällt neben den bekannten Stücken fällt der Rest des Albums in keinster Weise ab.

Nach 7 Songs und einer Spielzeit ca. 38 Minuten von ist das Spektakel jedoch schon wieder aus.
Für Allman - Verhältnisse ist dieses Album also ungewöhnlich kurz:
Wenn man bedenkt dass der Vorgänger „Eat A Peach“ ( siehe dazu auch mein Review zu ebenjenem Album; Link unten!) mit fast halbstündigen Orgien von Songs aufwartete…..

Fazit: Dennoch ein echter Klassiker, der trotz der behutsamen Neuorientierung all das vereint, was die Allmnas so ausmacht. Duane Allman sowie Berry Oakely fehlen jedoch hörbar.
Diese Lücke konnten die verbleibenden Mitglieder nie mehr schließen…..

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(20. Juni 2009)

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Daten zum Album
Brothers and Sisters 1973
Produktion Johnny Sandlin sowie die Allman Brothers Band
Interpret The Allman Brothers Band Besetzung Gregg Allman, Richard "Dickie" Betts,Berry Oakley( auf 2 Songs),Lamar Williams,Chuck Leavell,Jaimoe,Butch Trucks,Les Dudeks,Tommy Talton
Aufnahmedatum 1972
Gastmusiker
Label Universal/Capricorn Lauflänge 38:21
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