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Y Not RSS 1.0


Y Not
Y Not

Ein Album von Ringo Starr

Y Not- Warum nicht?

Sein Kollege Paul McCartney hat ja auch erst Ende letzten Jahres mit seiner Quasi-Rückkehr ins Shea Stadium und dem daraus resultierenden, durchaus als genial zu bezeichnenden Livemitschnitt „Good Evening New York City“ einen echten Knaller gelandet.
Also warum eigentlich nicht auch mal wieder ein neues Album von Richard Starkey, besser bekannt als Ringo Starr?
McCartney hatte bei seinem New Yorker Greatest Hits-Gig natürlich einen immensen Vorteil:
Er konnte nach Herzenslust auf bekanntes Hitmaterial zurückgreifen und sich aus seinem umfangreichen Backkatlog bedienen. Ringo hingegen überrascht uns jetzt-als das Jahre 2010 noch jung ist-mit seinem fünfzehnten Soloalbum mit 10 neuen Songs.

Und die wurden locker-lässig mit a little help from his friends eingespielt. So holte sich Starr allerhand Musikerprominenz ins Studio: Da wären etwa Joe Walsh von den Eagles, der ja für Ringo schon in der All Starr-Band in die Saiten langte oder Edgar Winter.
Auch Stimmwunder Joss Stone, die scheinbar Gefallen an Kollaborationen mit britischen Musikerlegenden gefunden hat – konnte man sie doch erst 2008 mit Jeff Beck im Ronnie Scott´s erleben – ist mit von der Partie.
Dann wären da noch Ober-Eurythmic Dave Stewart, Billy Squier und Benmont Tench von den Heartbreakers.
Die meiste Publicity erhielt im Vorfeld jedoch - aus verständlichen Gründen- jemand anderes: Denn auf „Y Not“ gibt sich Sir Paul McCartney die Ehre und singt mit Ringo auf „Walk With You“ im Duett.

Die Gästeliste der hier versammelten Musikerkollegen und Promis verspricht also schon mal sehr viel, das fertige Album wird diesem Anspruch jedoch nicht gerecht.
Durchgehendes musikalisches Konzept lässt ich auf „Y Not“ nämlich nicht erkennen.
Ringo macht vielmehr einfach worauf er Bock hat, ungeachtet der Stilistiken .
Die groß angekündigte Single mit Paul McCartney etwa, gehört dabei sicher nicht zu den absoluten Stand-Out Tracks. Diese machen sich auf „Y Not“ allerdings auch recht rar.
So sucht man die ganz großen Hits vergeblich – Ringos 70er Solowerke zeigten da ganz deutlich, dass da noch einiges möglich gewesen wäre.
Allen Songs ist jedoch eines gemein: Sie leben von einem nach wie untrüglichen Gespür für gute Melodien – „Can´t Do It Wrong“, der achte Track, ist ein perfektes Beispiel dafür.
Der befremdliche Titeltrack mit seinen wirren Soundcollagen fällt hingegen deutlich aus dem Rahmen und lässt den Finger rasch zur Skip-Taste wandern.
„Peace Dream“ ist von Lennon-Zitaten durchtränkt und in „The Other Side Of Livepool“ wirft Ringo einen rührend-melancholischen Rückblick auf seine Vergangenheit.
Das anzügliche „Who´s Your Daddy“ mit Joss Stone beschließt das Album, und lässt einen mit dem Wunsch, dass Ringo mal wieder ein ganzes Album solcher (Boogie-) Rocker aufnehmen würde, zurück.

Fazit: „Y Not“ bietet nichts Weltbewegendes, aber dafür Songs, die doch spürbar den Spaß transportieren mit dem Ritchie und seine Kumpels hier am Werk waren.
Vielleicht kein großes Album, aber über weite Strecken angenehm zum anhören und für Ringo-Fans wohl Pflicht. Also Y Not?

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(03. März 2010)

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Daten zum Album
Y Not 2010
Produktion
Interpret Ringo Starr Besetzung Ringo Starr
Aufnahmedatum
Gastmusiker ua. Paul McCartney, Joe Walsh, Joss Stone, Benmont Tench
Label Universal Lauflänge
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