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Living In The Material World
Living In The Material World

Ein Buch von Olivia Harrison

Passend zum demnächst auf DVD und Blu Ray erscheinenden Dokumentarfilm über George Harrison erscheint im Knesebeck Verlag ein neues Sammlerstück der besonderen Art.

Living In The Material World“ ist das begleitende Buch zum gleichnamigen Film von Star-Regisseur Martin Scorsese („Taxi Driver“, „Goodfellas“ „Shutter Island“), der auch das Vorwort verfasste, und gewährt einen detaillierten und intimen Einblick in das Leben des „quiet Beatle“ auf und abseits der Bühne.

Das fast 400 seitige, großformatige Hardcover-Buch im Schutzumschlag ist ein echtes Sammlerstück.
Es präsentiert sich durchwegs ansprechend gestaltet, klar und zurückgenommen im Layout und erinnert so beim Durchblättern fast schon an einen Kunstband.
Autorin des Werks ist dabei niemand geringerer als Harrisons Witwe Olivia.
Und als Leser merkt man einfach, dass dieses Buch von jemandem stammt, der Harrison sehr nahe stand.
Living In The Material World“ ist nämlich eine wirklich schöne Liebeserklärung an eine besondere Persönlichkeit und eine Hommage an einen überaus interessanten Menschen und großen Musiker.
Dabei wird jedoch auf das Nacherzählen seines Lebens im Sinne einer „klassischen“ Biographie verzichtet. Stattdessen entschied man sich für das Format einer illustrierten Biographie.

Anhand unzähliger Fotos vollzieht man so die einzelnen Stationen von Harrisons´ Leben und bewegter Karriere nach. Das präsentierte Bildmaterial ist dabei durchwegs rar und reicht von seltensten Privataufnahmen (zB. mit Eric Clapton in Harrisons Garten 1973) über Schnappschüsse aus Recording Studios von überall auf der Welt bis hin zu Live-Impressionen.
Als Leser und Betrachter unternimmt man so eine Reise von der Kindheit Harrisons im zerbombten Nachkriegs-England bis zur ersten Band, von den frühen Gigs im legendären Cavern Club über den Weltruhm der Pilzköpfe bis hin zur spirituellen Reise nach Indien und darüber hinaus.
All dies wird generell von wenig Text unterbrochen, meist bleibt es bei Zitaten von Harrison selbst oder auch Anekdoten von Wegbegleitern und Freunden wie zB. Eric Clapton oder Ringo Starr.

So wird einem Harrison sowohl als öffentliche Person, wie als Privatmenschen nähergebracht.
Köstlich etwa, die Abbildungen von Harrisons Schulheften in denen der musikbegeisterte Jugendliche Gitarren und Schlagbretter zeichnete oder Aufnahmen aus dem Studio mit Carl Perkins oder Roy Orbison.

Fazit:
Sehr schöne Biographie in Bildern, die auch ohne den Scorsese-Film zu den besten Büchern zum Thema Beatles und George Harrison zählt.

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(03. Dezember 2011)

   


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