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Live At Reading
Live At Reading

Ein Album von Nirvana

"Here we are now, entertain us"

Mit dem sowohl als CD als auch als DVD erscheinenden „Live At Reading“ kommt nun ein echter Knüller für alle Fans von Kurt Cobain in den Handel.

Gut, Livealben gab es von Nirvana natürlich schon. Man erinnere sich nur an „Muddy Banks of The Wishkah“. Und dann gab es ja auch noch das Unplugged-Konzert für MTV.
Warum Live At Reading“ dennoch eine Sensation ist?
Weil es ein durchgehendes „plugged“ Nirvana-Konzert präsentiert und man in der DVD-Version des guten Stücks, die Band (abseits von den Videoclips oder Auftritten bei Award Shows)in Aktion miterleben kann.

Nirvana waren damals auf dem absoluten Höhepunkt angekommen. Die Setlist enthält unzählige Hits und natürlich Hymnen wie „Smells Like Teen Spirit“ oder „Come As You Are“.
Grunge war zur damaligen Zeit einer DER Trends im Musik-Biz.
Und 1992? Ja, das war eines dieser denkwürdigen Jahre.
Die Grunge-welle war in vollem Gange und Nirvana ihre Vorreiter.

Roh, wild und ungeschliffen. So präsentierte sich die Band dem englischen Publikum beim Reading Festival, das naturgemäß völlig aus dem Häuschen war.
Keiner der Hits der Pre-„In Utero“ Phase durfte fehlen.
"Negative Creep" , "Drain You", "In Bloom" oder "All Apologies" werden in stürmischen Versionen auf die Menge losgelassen.

Zunächst ist jedoch (noch) alles ruhig.
Die Bühne bleibt fast leer. Die Menge johlt und kreischt- sie wissen bald wird etwas passieren.
Gut, soweit dürfte sich das bei zumindest jedem zweiten Konzert abspielen.
Doch dann wird Cobain in einem Rollstuhl auf die Bühne gekarrt.
Die Spannung in der Menge ist förmlich spürbar. Mühsam erhebt er sich aus seinem stählernen Sessel, sucht am Mikroständer Halt. Dann kippt er um.
Natürlich alles Show.
Denn nur wenige Sekunden später rastet Cobain komplett aus.
Der Grund?:
Man hat ihm seine Fender gereicht. Nun beginnt ein Abend bei dem weder Mensch noch Equipment geschont werden.

Mit „Breed“ startet man in einen lauten, von Feedbackorgien durchtränkten Abend an dessen Ende der Song „Territorial Pissings“ steht.
Ja, ihr Revier im Alternative Rock bzw Grunge hatten Nirvana mit „Nevermind“ schon markiert.


Am Schluss rammt Kurt unter infernalischem Feedback-Geheul den Headstock seiner Strat in die Boxen, nur um darauf kurz den "Star Spangled Banner" anzustimmen-ein offensichtlicher Hendrix-Tribut.

Dass der Zerstörung seines Equipments nur wenige Jahre darauf die absolute Selbstzerstörung folgen sollte, konnte man zu diesem Zeitpunkt nur erahnen.

Fazit: Was lange währt, wird endlich gut. Essentielle Veröffentlichung für Fans der Band.

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(29. November 2009)

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Daten zum Album
Live At Reading 2009
Produktion
Interpret Nirvana Besetzung Kurt Cobain,Krist Novoselic und Dave Grohl
Aufnahmedatum 30.August 1992
Gastmusiker
Label Lauflänge
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