John Mayalls Bluesbreakers with Eric Clapton

Ein Album von John Mayalls Bluesbreakers
Gute Alben gibt es viele. Revolutionäre hingegen wenige.
“Blues Breakers with Eric Clapton” von John Mayall und seiner Band gehört zu zweiterer Kategorie.
In den experimentierfreudigen 60ern veröffentlicht, gehört es zu den wichtigsten Alben der Dekade und begründete im Alleingang ein neues Genre: den British Blues.
Doch zunächst noch etwas zur denkwürdigen Entstehungsgeschichte:
Eric Clapton, ein junger aufstrebender Gitarrist und Blues Enthusiast aus Surrey war nicht so recht glücklich mit seiner Band, den Yardbirds.
Für seinen Geschmack tendierten seine Bandkollegen zu sehr in Richtung Pop, wohingegen er sich der reinen Lehre des Blues verschrieben hatte, allen voran seinen Vorbildern Freddy King und Robert Johnson.
Eine neue Heimat fand Clapton bei John Mayalls Bluebreakers ,einer lokalen Szenengröße die jedoch ausserhalb der Bar und Clubszene keinen Fuß in die Tür bekommen konnte.
Clapton, froh darüber endlich gleichsam Verrückte gefunden zu haben, boostete die Karriere seines Brötchengebers und avancierte über Nacht zum heissesten Giatrristen von Swinging London.
Die denkwürdigen Auftritte veranlassten, von Claptons genialem Vibrato faszinierte Fans, die Häuserwände Londons mit dem Spruch “Clapton is God” zu versehen.
Doch stets nach Neuem strebend, plante Clapton schon wieder seienn Ausstieg aus der erfolgreich laufenden Band nur um wenig später Cream zu gründen.
Bevor er jedoch wieder Reissaus nehmen konnte, hatte er noch Studioverpflichtungen mit John Mayall zu erfüllen.
Mit den Gedanken schon beim nächsten Projekt spielte Clapton ein Album ein, das seinem Ruf als Ausnahmegitarrist ein würdiges Denkmal setzte und unzählige andere Bands und Gitarristen dazu beeinflusste es doch mal mit dem alten 12 Takte Shuffle zu versuchen (als einer der gelehrigsten Adepten sei nur Gary Moore genannt, der das hier besprochene Album als seine Initialzündung nannte, zur Klampfe zu greifen).
Aber auch abseits vom Legendenstaus, erweist sich das Album als auch heute noch extrem hörenswerter Klassiker.
Die Tracklist liest sich wie ein Greatest Hits des Blues-Rock und setzt sich aus Mayall-Eigenkompositionen und damals gängigen Blues-Covers zusammen.
Doch wird natürlich nicht stur von den Idolen abgekupfert, sondern auf Basis älterer Songs etwas völlig neues erschaffen.
Dabei wird jeder Track von Claptons wunderschönem Gitarrenton veredelt. Auf die Idee den fetten Klang einer Gibson Les Paul-Gitarre mit dem muskulösen Sound eines Marshall-Verstärkers (in Anlehnung an Claptons Großtaten wurde der besagte Verstärker, den es auch heute noch gibt, “Bluesbreaker”-Combo benannt) zu kombinieren, kam vor Slowhand niemand.
So schuf Clapton gleich nebenbei einen der Standard-Rockgitarrensounds, nämlich den Woman-Tone, der besonders dunkel und sustainreich klingt und prägte damit auch entscheidend die Gitarrenwahl seiner Musikerkollegen.
Das Beano-Album, wie die Scheibe auch gern genannt wird, weil Clapton auf dem Cover das gleichnamige Comicheftchen liest, wurde zurecht zum Hit und Clapton sollte sich in weiterer Folge mit der Supergroup Cream neuen Bewusstseinspfaden widmen, doch das ist eine andere Geschichte.
Oft ist das Beano-Album mittlerweile re-released worden und ist momentan in einer aufwändigen Deluxe-Version erhältlich. Wer also auf guten, handgemachten Blues Rock steht und Clapton mal so richtig Gas geben hören will, ist mit “Bluesbreakers” bestens bedient.
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