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Comin´ Down The Road: The Concert At Royal Albert Hall RSS 1.0


Comin´ Down The Road: The Concert At Royal Albert Hall
Comin´ Down The Road: The Concert At Royal Albert Hall

Eine Konzert-DVD von John Fogerty

Im Juni 2008 kehrte John Fogerty in die britische Royal Albert Hall zurück.
Zu diesem Zeitpunkt war es genau 37 Jahre her, dass das CCR-Mastermind zum letzten Mal an diesem altehrwürdigen Veranstaltungsort gespielt hatte.
Damals freilich noch mit Creedence Clearwater Revival.
Da CCR allerdings bekanntermaßen leider Geschichte sind, hat Fogerty nun andere Mitmusiker um sich.
Seine bisherige Touringband der letzten Jahre hat er überdies großteils umgekrempelt, so ist nun etwa Right Said Fred-Look Alike Kenny Aronoff an den Drums oder Hunter Perrin an der Gitarre mit dabei.

Fogertys durchaus denkwürdige Rückkehr in das legendäre britische Konzerthaus wurde mitgeschnitten. Schenkt man damals Anwesenden Glauben, musste das Publikum teils enorme Wartezeiten zwischen den Songs ertragen, da man für das auf alle Ewigkeit konservierte Konzert viel Wert auf Perfektion legte.
Nun, wie dem auch sei: Das Ergebnis kann sich für das Heimkinopublikum mehr als sehen und hören lassen.
„Comin´Down The Road“ bietet einen glasklaren und im besten Wortsinn donnernden Sound, sowie ein gestochen scharfes Bild: So muss das sein!

Gleichzeitig unterscheidet sich die Setlist doch deutlich zB. von der vor ein paar Jahren erschienenen DVD „The Long Road Home“. Wer die also schon zu Hause hat, kann durchatmen:
Fogerty rockt sich nicht (nur) durch ein reines Greatest Hits-Set. Stattdessen werden auch seine Solowerke recht ausgiebig gewürdigt- insbesondere das zum damaligen Zeitpunkt gerade aktuelle „Revival“-Album.
Zusätzlich gibt es manch cooles, selten gespieltes Material wie „My Toot Toot“ oder den „Blue Ridge Mountain Blues“. Klar, „Proud Mary“ darf genauso wenig fehlen wie „Rockin´All Over The World“, „Travelin´Band” oder “Fortunate Son”,
Auf manch anderen Song, der eigentlich zu jedem Fogerty-Gig gehört, wie „Green River“, hat man hingegen verzichtet.
Wer also nach einem CCR-Greatest Hits Gig sucht, ist mit „The Long Road Home“ unter Umständen besser beraten- auf der anderen Seite ist es natürlich schön zwei ziemlich unterschiedliche Gigs zu Hause zu haben.

Zudem sind auch die Lieder neueren Datums keinesfalls schlecht: Beim „Creedence Song” ist der Name Programm und auch „Don´t You Wish It Was True“ kann neben den CCR-Klassikern überzeugen.
Der titelgebende Song, der auch Fogertys Gastspiel in der Royal Albert Hall eröffnet stellt überdies noch eine kleine Rarität dar: Zwar gab es ihn schon mal vor Jahrzehnten als Single, immerhin bekommt man ihn aber hier in einer Liveversion zu Hören.

Fazit:
Fogerty rockt mit über 60 noch, dass es eine wahre Freude ist. Irre, was der Mann und seine Band für eine unbändige Energie freisetzen: Allein schon wenn Fogerty wie wild bei „Old Man Down The Road“ seine God Top Les Paul würgt, kann man ihm die Gaudi, die ihm all das bereitet ansehen.
Das Albert Hall-Gastspiel ist so durchwegs von ansteckender Spielfreude gekennzeichnet und stellt Fogertys Solowerke gleichberechtigt neben den CCR-Gassenhauern dar.
Zwar kann nicht jedes der neueren Stücke mit den Klassikern mithalten, besser als das was man gemeinhin auf deutschen Musiksendern geboten bekommt ist das aber natürlich allemal.

Also: „play a little bit of that Creedence Song!“

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(14. März 2010)

   


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