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Hard Knocks |
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Hard Knocks

Ein Album von Joe Cocker
Hard Knocks-harte Schläge.
Jene „knocks“ waren es auch, die den ganz jungen Joe Cocker damals in den Bars und Kneipen von Sheffield die bitteren Lektionen des Lebens lehrten. So reminisziert er dann auch folgerichtig im Opener und Titeltrack seines neuesten Albums:
„Had to learn it the hard way, earn my degree in the streets, graduated from hard knocks,
I got my education…….“
Allein, die hard knocks in Form bombensicherer Hits bleiben auf seinem neuesten Studiowerk großteils aus.
Stattdessen bietet das Nachfolgeralbum zum 2007er „Hymn For My Soul“ über weite Strecken ziemlich genau das, was der Mainstream-Hörerschaft unter den Cocker-Fans zusagen dürfte.
So bleibt „Hard Knocks“ in Summe hinter etwaig gehegten Erwartungen und vor allem Cockers Möglichkeiten zurück.
Klar, das ganze Album ist natürlich durchwegs gut produziert.
Cockers Band macht ihre Sache ordentlich; die Bläser schmettern mit Schmackes ihre Soul-Riffs.
Und über Cocker selbst und sein absolut unverwechselbares Organ braucht man ja eigentlich keine Worte mehr zu verlieren: Der Mann ist nachwievor gut bei Stimme und während sein neuster Langspieler im CD-Player rotiert, sieht man ihn förmlich vor sich, wie er typisch gestikulierend vorm Mikro steht.
Doch vermag all dies nicht über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass man es hier mit einem absoluten Routine-Werk von Seiten Cockers zu tun hat.
Ein Routinewerk, das noch dazu mit teils seltsamen Soundexperimenten wie beim „Disco“-Sound von „Runaway Train“ befremdet.
Die meisten der 10 Tracks bleiben ziemlich unauffällig, Überraschungen sucht man mit der Lupe. Der allzu glatte Titelsong stellt zwar keines der besten Lieder des Albums dar, doch steht er trotzdem sinnbildlich für die musikalische Ausrichtung die hier vorgenommen wurde.
Beim finalen Track der Platte wird dann angedeutet, in welche (ganz andere) Richtung es womöglich auch hätte gehen können:
Cocker covert die Dixie Chicks-Nummer „I Hope “ und wird auf jenem Song von Reese Wynans (der auch in der Band des legendären Stevie Ray Vaughan spielte) am Piano begleitet.
Fazit: „Hard Knocks“ ist fraglos ein gut produziertes Album.
Doch ist es über weite Strecken reichlich kommerziell ausgefallen und muss meist ohne den Drive der Cocker früher so auszeichnete, auskommen.
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Daten zum Album
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Hard Knocks 2010
Produktion Matt Serletic und Tony Brown
Interpret
Joe Cocker Besetzung Joe Cocker, Reese Wynans, Tim Pierce, Joel Shearer, Ray Parker Jr., Chris Chaney, Matt Chamerlain uva.
Aufnahmedatum
Gastmusiker
Label Lauflänge
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