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Wer einmal tief im Keller saß |
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Wer einmal tief im Keller saß

Ein Album von Gunter Gabriel
„Wer einmal tief im Keller saß“ – sprich wer einmal ganz unten war und die Schattenseiten des Lebens kennengelernt hat.
Ja, so jemand hat natürlich allerhand zu erzählen.
Der Mann, den man auf dem Cover der hier zu besprechenden Veröffentlichung mit verwittertem Gesicht und Resonatorgitarre in Händen sieht, ist so jemand.
Es handelt sich dabei um den 1942 in Westfahlen geborenen deutschen Musiker Günther Caspelherr, besser bekannt als Gunter Gabriel.
Nach einigen großen Hits wie „Hey, Boss ich brauch mehr Geld“ in den 70ern und Erfolgen als Songschreiber für Künstler wie Peter Alexander oder Frank Zander kam langsam der Abstieg. Gabriel hörte auf falsche Freunde und fand sich in der Schuldenfalle wieder.
Doch aus dieser verzwickten Situation arbeitete er sich wieder raus, Ende 2009 gelang ihm ein Comeback - obwohl er eigentlich nie wirklich weg gewesen war.
Gabriel hat über all dies und noch viel mehr immer genau Tagebuch geführt. Und in dieser Form hätten seine Erlebnisse wohl auch weiterhin geschlummert, hätte ihn nicht jemand auf die Idee gebracht all diese gesammelten Erinnerungen als Buch herauszubringen.
Sie erscheinen passend zum medial viel beachteten Comeback gleich in zweifacher Form – als Buch und auch zum Zuhören als Audiobook.
Und Gabriel ist sich wohl bewusst, dass man so eine Story wie sie die seine darstellt, lieber gleich selbst erzählt. Was er dann kurzerhand auch macht - Er weiß immerhin wovon er redet.
Von einer Lesung im eigentlichen Sinn zu sprechen greift jedoch zu kurz. Das Hörbuch hat vielmehr den Charakter einer lockeren Erzählung. Der angenehm sonoren Stimme Gabriels hört man dabei gerne zu.
Der Leser wird auf eine Reise in Gabriels Kindheit mitgenommen, erfährt vieles über die Bedingungen unter denen der kleine Günther aufwachsen musste und erhält einen tragischen Einblick in das Verhältnis, das Gabriel zu seinem Vater hatte.
Abseits von den privaten Tragödien ist da natürlich auch immer die Musik:
Gabriel erzählt wie Elvis Presley sein ganzes Leben veränderte.
Man erfährt wie Gbariel vom DJ zum Promoter für die Plattenfirma CBS aufstieg.
Natürlich darf die Schilderung seiner Begegnung mit dem Man In Black Johnny Cash nicht fehlen.
Und dazwischen greift Gabriel immer wieder selbst zur Gitarre.
Das ist dann der Clou an diesem Hörbuch: immer wieder werden die Erzählungen unterbrochen um einen Song anzustimmen.
Man muss Gabriel zugutehalten, dass er bei seiner „Lebensbeichte“ schonungslos ehrlich ist und mit sich selbst eigentlich am härtesten ins Gericht geht. Auch wenn manche ihm Selbstinszenierung vorwerfen.
Die weit über 4 Stunden Audiomaterial, die einem das Hörbuch zu „Wer einmal tief im Keller saß“ liefert, vergehen jedenfalls wie im Flug - derartig packend und kurzweilig ist Gabriels Geschichte.
Man erhält ein deutliches Bild eines idealistischen Mannes, weit abseits von dem verzerrten Bild, das diverse RTL- Journale von ihm gezeichnet haben.
So werden die 4 Discs für Freunde von Musiker-Biographien und natürlich für Anhänger Gunter Gabriels absolutes Pflichtprogramm.
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Daten zum Album
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Wer einmal tief im Keller saß 2009
Produktion
Interpret
Gunter Gabriel Besetzung Gunter Gabriel
Aufnahmedatum
Gastmusiker
Label EDEL Lauflänge
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