 |
Rockferry |
RSS 1.0 |
 |
| |
Rockferry

Ein Album von Duffy
2008 war Jahr des Neosouls bzw Soulrevivals.
Eine ganze Reihe von neuen,zumeist weiblichen Künstlern erschien auf der Bildfläche.
Die beste und interessanteste ist sicherlich Duffy.
Das walisische Goldkehlchen, das mit bürgerlichem Namen eigentlich Aimee Duffy heißt, wurde einer breiten Öffentlichkeit durch ihren Welthit „Mercy“ bekannt.
Vergleiche zu White Soul Vertretern wie Dusty Springfield taten sich auf, ebenso Mutmaßungen über das gute Klima in Wales, in dem nicht nur Tiger sondern auch erstklassige Soulsängerinnen scheinbar besonders gut gedeihen.
Pünktlich zum erst kürzlich erfolgten Preisregen bei den renommierten Brit Awards (ua British breakthrough act) sowie Auszeichnungen vom britischen MOJO Magazine für die Newcomerin wird nun ihr Debutalbum „Rockferry“ in grundlegend überarbeiteter Version neu aufgelegt.
Dabei wird das ursprüngliche Album gleich durch eine ganze weitere Disc zum abwechslungsreicheren Doppelalbum ausgebaut - Was man nun als geschickte Bilanzfälschung, um ein gutes Album im Nachhinein besser zu machen, betrachten kann.
Da die Qualität des Songmaterials (von der schönen Sammler-Aufmachung des Re-Releases im doppelten Digipack ganz zu schweigen) aber überzeugend ist, soll es einen nicht weiter stören.
„Rockferry“ in seiner ursprünglichen Version hatte eigentlich nur ein Problem:
Es mangelte einfach an Abwechslung, der einzige echte Knaller war mit der Singleauskoppelung „Mercy“ schon verbraucht.
Das bedeutet nicht, dass der Rest schlecht war- ganz im Gegenteil- aber vermutlich hatte bei der Plattenfirma selbst niemand mit dem Durchbruch gerechnet, weswegen man auf dem fertigen Album etwas zu viele Füller-Tracks stehen lies.
Hauptsächlich angenehme Balladen wechselten sich mit einigen netten Midtempo-Nummern ab.
Hierbei bleiben einem besonders der Titeltrack (benannt nach dem Wohnort von Duffys Großmutter), das buchstäblich zuckersüße „Syrup & Honey“ sowie das nachdenkliche „I´m Scared“ positiv im Gedächtnis.
Letztlich wäre es aber durchaus interessant gewesen sie mal mit etwas mehr Power zu hören.
Die Stimme dafür hat die sympathische Sängerin jedenfalls.
Mit der Erweiterung des bestehenden Materials hat man dann jedoch einiges (wenn auch leider nicht alles)besser gemacht.
Mit „Rain On Your Parade“ war man offensichtlich bestrebt ein zweites „Mercy“ aufzunehmen - und überraschenderweise ist das sogar geglückt. Der Track gehört nun mit zu den Highlights, wurde logischerweise gleich eilig als nächste Single und somit als erstes Release vom rundum erneuerten „Rockferry“ verwendet und könnte soundmäßig auch gut als Bond-Soundtrack durchgehen.
Dass der Rest von Disc 2 mit diesem Niveau nicht ganz mithalten kann und hauptsächlich den netten Pop und Softsoul von Disc 1 in einigen Nuancen verändert, ist dann aber doch ärgerlich.
Dennoch: Wer Duffys Erstling bis jetzt noch nicht im Plattenregal stehen hat, sollte spätestens bei der neuen 2 CD Deluxe Edition zugreifen. Trotz einiger Schwächen zählt „Rockferry“ nämlich zu den besten und vor allem interessantesten Alben der letzten 2 Jahre.
Von Duffy wird man noch viel erwarten können und so darf man schon ziemlich gespannt auf ihr nächstes Album sein.
Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen
|
|
Daten zum Album
|
Rockferry 2009
Produktion
Interpret
Duffy Besetzung
Aufnahmedatum
Gastmusiker
Label Universal Lauflänge
|
Kommentare zu dieser Kritik
|
Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen
|
|