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Ein letzter Brief an dich
Ein letzter Brief an dich

Ein Buch von Daniela Danzer

Georg Danzer, der legendäre österreichische Musiker wurde schon in den 70ern
Kult mit seinem Lied über einen Nackerten im Hawelka(„Jö schau“), das ihm den kommerziellen Durchbruch bescherte.

Zeitlebens bewies er mit seiner Musik, dass man nicht und nicht vermag ihn in eine Schublade zu stecken.
So passte das allzu oft bemühte Prädikat „Austropo“ auch mehr schlecht als recht auf den ca. 400 Songs umfassenden Backkatalog des Musikers, der verschiedenste Stilistiken und Genres abdeckte- und das obwohl Danzer gemeinhin als einer der Begründer dieses Musikstils angesehen wird.

Popularität sicherte Danzer auch abseits von seiner Solokarriere die Kollaboration mit den Kollegen Reinhard Fendrich und Wolfgang Ambros bei Austria 3.
Das Album „Träumer“ sollte allerdings sein letztes werden.
Denn am 21. Juni 2007 verlor Danzer den Kampf gegen den Krebs.

Daniela Danzer,liebevoll „Püppi“ genannt, ist die Tochter des verstorbenen Künstlers aus erster Ehe.
Obwohl sich der stetig auf der Suche befindende Musiker scheiden ließ als Daniela neun war, riss
der Kontakt zwischen den beiden nie ab.
Was für eine enge Beziehung Danzer zu ihr gehabt haben muss, wird im hier zu besprechenden Buch „Ein letzter Brief an dich“, erschienen im Novum Verlag, überdeutlich.
Es bildet den Abschluss der Verarbeitung des Todes des Vaters und der Trauerarbeit.
Es ist ein überaus persönliches Buch, das dem Leser und Danzer-Fan einen ungewöhnlich intimen Einblick in das Leben des Privatmenschen Danzer bietet.
Die Autorin schreibt sich - sehr poetisch - die Gedanken zum Verlust des geliebten Vaters von der Seele. Ihr Bruder Andreas verfasste dazu das Vorwort.
So lernt man Danzer auch abseits von der Musik und der Bühne zumindest annähernd kennen.
Dafür sorgen auch die zahlreichen Fotos aus dem danzer´schen Privatarchiv.

„Ein letzer Brief an dich“ ist sicher kein leichter Lesestoff für zwischendurch - dazu ist die zentrale Thematik des Buches natürlich viel zu schwer und bedrückend.
Allerdings kann man beim Lesen nicht von völliger Hoffnungslosigkeit sprechen.
Denn Danzer war ein Kämpfer, der trotz der Diagnose Krebs zumindest zu Beginn noch voller Optimismus zu stecken schien.

Fazit:
Wer Anhänger der Musik Danzers ist, für den bietet dieses Buch einen unglaublich intimen Einblick in das Privatleben des Musikers - allein schon aufgrund der zahlreichen seltenen Fotos.

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(13. Januar 2010)

   


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