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You Never Can Tell: His Complete Chess Recordings 1960-1966 |
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You Never Can Tell: His Complete Chess Recordings 1960-1966

Ein Album von Chuck Berry
Nach einem von Berrys Hits aus den 60ern benannt kommt nun der Nachfolger zum vor einiger Zeit erschienenen „Johnny B Goode: The Complete 50s Masters“-Boxset, das den Aufstieg Berrys in den Fünfzigern dokumentierte, heraus.
Wie der Titel schon sagt sind auf diesem neuen Sammlerstück alle, aber auch wirklich alle, Aufnahmen die Chuck Berry für das berühmte Chess Label in den Sechzigern gemacht hat mit drauf.
Und noch einige andere Schmankerln- doch dazu später mehr.
Der titelgebende Song „You Never Can Tell“ war zB. auch auf dem „Pulp Fiction“-Soundtrack vertreten und wurde in der berühmten Tanzszene von John „Vincent Vega“ Travolta und Uma „Mia Wallace“ Thurman in Quentin Tarantinos Kultstreifen gespielt.
Und irgendwie passt das im Song geäußerte „c´est la vie“ überaus gut als Beschreibung der Umstände in denen sich Berry zur damaligen Zeit befand.
Als sich die 50er ihrem Ende neigten war Chuck nämlich eigentlich ganz oben angekommen.
Er hatte eine Reihe von Hitsingles veröffentlicht und war zu einem der wichtigsten Rock N´ Roller überhaupt aufgestiegen. Er hatte in einigen Filmen mitgespielt und war Besitzer eines Nachtclubs in seiner Heimatstadt St.Louis.
Ja, man konnte sagen es lief wirklich gut für ihn-Bis er mit dem Gesetz in Konflikt kam.
Überhaupt zog die Dämmerung der Dekade eine Reihe von Skandalen mit sich.
Chucks Kollege Jerry Lee Lewis hatte die Ehe mit seiner 13-jährigen Cousine in die Bredouille gebracht und Berry selbst musste vor Gericht.
Er hatte bei einem Trip nach Juarez, Mexiko eine 14-jährige Kellnerin kennengelernt, der er einen Job in seinem Club verschaffte. Nachdem die Kellnerin später entlassen wurde, nahm man sie wegen Prostitution fest.
Berry belangte man wegen einer angeblichen Verletzung des sogenannten „Mann-Acts“.
Das vernichtende Urteil lautete für Berry: Zahlung einer hohen Geldstrafe und fünf Jahre Gefängnis .
Auf dem eigentlichen Höhepunkt seiner Karriere beraubte man Berry der Freiheit.
Doch Chuck hat sich nie unterkriegen lassen. Nachdem er vorzeitig entlassen wurde schaffte er es wieder Fuß zu fassen.
Und wie gut ihm dieses „Quasi-Comeback“ gelang, als er wieder für sein altes Label Chess arbeiten konnte, das ist in diesem Boxset dokumentiert.
Mit Songs wie „Promised Land“ knüpfte er nahtlos dort an wo er gezwungenermaßen aufgehört hatte: Er schnallte sich seine Gibson ES-Gitarre um und „played like ringing a bell“.
Und Chuck war natürlich auch immer ein Geschichtenerzähler - er schildert zB eine Reise quer durch die USA, beginnend in Norfolk, Virginia direkt ins Promised Land. Er besuchte in seinen Songs zudem alte Bekannte aus seinen Songs der 50er.
In „By Bye Johnny“ beispielsweise: Diesmal spielt der Junge vom Land nicht Gitarre sondern versucht sein Glück als Filmstar „out in Hollywood“.
Neben den typischen Rockern die mit diesen unverkennbaren Licks beginnen, steht immer wieder der Blues.
Gleich der erste Track ist Berrys Version von „Drifting Blues“. Weitere Bluesklassiker aus diesem Boxset: "I Got To Find My Baby" oder "Worried Life Blues".
Überhaupt spiegeln die vier Cds die Vielseitigkeit Berrys wieder:
Mal spielt er die Steel Guitar bei "Surfin´Steel“ , dann jammt er mit Bo Diddley.
Zudem gibt es ein rares Konzert von 1963 mit „Sweet Little Sixteen“ oder „Johnny B. Goode“.
So umfangreich das hier dokumentierte Audiomaterial ist, so luxuriös ist dann auch die Aufmachung dieses 4 CD-Boxsets:
Die ausfaltbare (Flap-) Box beinhaltet neben den 4 CDs im Chess-Design noch ein Booklet, welches zur Gänze im Vintage Look gehalten ist und dessen Seitenränder vergilbt wie bei einem alten Buch sind:
Ein absolut stimmiges Package, das ein Traum für jeden Sammler ist.
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Daten zum Album
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You Never Can Tell: His Complete Chess Recordings 1960-1966 2009
Produktion meist von Leonard und Phil Chess oder Willie Dixon oder Chuck Berry
Interpret
Chuck Berry Besetzung Chuck Berry
Aufnahmedatum 1960-1966
Gastmusiker
Label Universal Lauflänge
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