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The Circle |
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The Circle

Ein Album von Bon Jovi
Zuneigungsbekundigungen an US-Präsident Obama und eine gutgemeinte Neueinspielung des Ben E. King Soulklassikers „Stand By Me“ mit dem iranischen Musiker Andy Madadian als Solidaritätsmessage an die iranische Bevölkerung?
Sowas kennt man normalerweise nur von Bono-diesmal kommt das aber von Bon Jovi.
Trotz Vielbeschäftigung haben die Jungs aus New Jersey es geschafft ein neues Album einzuspielen.
Ihr 11. Studioalbum trägt den verschwörerischen Namen „The Circle“ und ist der Nachfolger zur 2007er Überraschung „Lost Highway“.
Der Titel des Albums bezieht sich ua. auf den inneren Kreis, den die eingeschworene Gemeinschaft der Musiker bildet.
Immerhin sind Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Tico Torres und David Bryan schon seit 1983 ununterbrochen zusammen.
Nach dem Wagnis, das „Lost Highway“ mit der Ausdehnung des Bon Jovi Stadionrock Sounds in Richtung Country bedeutete, geht man nun wieder ein paar Schritte zurück.
Gitarrist Richie Sambora kündigte vor Erscheinen vollmundig und kryptisch ein Album an, dass eine Rückkehr der Band zum Rock N´ Roll bedeuten würde.
Merkwürdig, dass der Sound des Albums stellenweise in eine ganz andere Richtung geht- hier kommt dann die nächste Klangparallel zu den irischen U2 mit sphärischen Klangbildern ins Bild.
Großteils beschränkt man sich aber auf hymnische Stadionrocker.
Die neuen Songs sind deutlich von einer Solidarisierung mit der hart arbeitenden Schicht Amerikas geprägt. Die Blue Collar-Thematiken ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album bei Songs wie dem plakativen „Work For The Working Man“ inklusive „Arbeiterchor“ .
Die erste Singleauskopplung „We Weren´t Born To Follow“ geht gleich richtig gut nach vorn.
„Superman Tonight“ oder „Bullet“ bedienen die Fans adäquat.
Doch was „Circle“ letztlich fehlt sind die ganz großen Songs. Der Hitsong-Killerinstinkt der Band blitzt viel zu selten auf. Denn auf der einen Seite gibt es die tollen Hooklines und Mitsing-Refrains.
Dem stehen allerdings oft einfallslos wirkende Songs gegenüber.
Das gesamt glatt polierte Endprodukt ist auf möglichst große Stadionkompatibilät hin getrimmt.
Nachdem man mit „Lost Highway“ vermutlich einige Leute verschreckt hat, geht man nun lieber wieder auf Nummer sicher. Zugegeben; auch dieses Album war bei weitem nicht perfekt. Dennoch gestaltete es sich ungleich mutiger als „The Circle“. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn man den Weg des Vorgängers weiter beschritten hätte.
Dennoch glänzt so mancher Song mit tollen Melodien und Sambora steuert einige gute (wenn auch oft recht knappe) Gitarrensoli bei.
Wäre schön, wenn er sich mal auf einem Album der Band so richtig austoben dürfte…..
Als Aufwertung gibt es in einer Limited Edition des Albums eine DVD, die die Doku „When We Were Beautiful“ enthält. Der hinter den Kulissen der „Lost Higway“-Tour gefilmte Streifen ist ein ordentlicher und vor allem recht aufwendiger Bonus, der besonders in den Konzertszenen seine volle Wirkung entfaltet.
Bon Jovis neuestes Werk ist letztlich alles andere als schlecht: Ein sehr solides Album, dem in Gesamtheit jedoch die richtig großen Songs fehlen.
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Daten zum Album
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The Circle 2009
Produktion John Shanks, Jon Bon Jovi & Richie Sambora
Interpret
Bon Jovi Besetzung Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Tico Torres,David Bryan,Hugh McDonald und Charlie Judge
Aufnahmedatum 2008 - 2009
Gastmusiker
Label Island/Universal Lauflänge 52:40
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