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Black Stone Cherry
Black Stone Cherry

Ein Album von Black Stone Cherry

Led Zeppelin. AC/DC. Stevie Ray Vaughn. Lynyrd Skynyrd. Black Crowes. Stillwater. Black Stone Cherry musizieren in großer Rocktradition.

Laute Gitarren, fette Riffs, saftige Soli, der Bass schiebt schön von unten heraus, das Schlagzeug treibt. Sänger Chris Robertsons Stimme kann hohes Schreien, rotziges Singen und grooviges Bluesen. Im Video zur ersten Single "Hell and high water" sehen wir sie im Tourbus, beim Live Auftritt im verschwitzen Club und mit feschen Groupies backstage. Lange Haare haben sie auch, keiner der vier ist älter als 23 und alle kommen sie aus dem Südstaatenkaff Edmonton irgendwo in Kentucky. So weit, so klassisch. Dann noch Songtitel wie "Rain Wizard", "Backwoods Gold", "Crosstown woman" und natürlich "Drive" und "Rollin' on" als Rausschmeißer.

Höre ich da Retro? Black Stone Cherry sind mitnichten retro. Denn nicht alles was so klingt wie früher ist retro. Wenn man heute so klingt wie The Clash kann man allein mit dem Sound einen Plattenvertrag kriegen, Dinge wie propere Songs oder Instrumente spielen können ist da nicht so wichtig. Wenn man allerdings so klingt wie Black Stone Cherry muss da noch etwas anderes dabei sein, um die Leute hinter dem Ofen hervor zu locken.
So offenbaren sich beim zweiten Mal Hören die Soundnuancen, vorallem in der ersten Hälfte der Platte. Hier klingen die Gitarren dichter und grungiger, die Einflüsse und Bezüge hören also nicht mit den 70ern auf. Es ist dies auch ein moderner Gitarrensound, wie ihn Nickelback gerne verwenden und der deshalb auf manchen Songs etwas aufgezwungen wirkt, vorallem wenn sich im Vergleich dazu in der zweiten Hälfte die Blues- und Hardrockeinflüsse stärker heraus schälen, der Sound etwas lockerer wird und man erkennt woher die Band tatsächlich kommt.

Black Stone Chery sind traditionell. Sie beziehen sich auf Vergangenes, in diesem Falle 30 Jahre Hardrock (auch Pearl Jam und Alice in Chains stehen in der Classic Rock Tradition), nehmen ihre Einflüsse von dort und basteln sich was Eigenes draus. Unter der Vielzahl der Bands, die im klassischen amerikanischen Rock spielen, haben Black Stone Cherry zwei Vorteile. Zum einen, die Songs sind verdammt gut. Die Band kann große Rocksongs schreiben, die diesen Namen noch verdienen. Was uns zum zweiten Vorteil bringt – sie machen keine Pause und keine Kompromisse. Keine Ballade für die Mädls, Radios und Feuerzeuge, sondern 13mal voll auf die 12.

The house is rockin', so don't bother knocking, just come on in.

Eine Rezension von Christoph Schwarz
(26. Juni 2007)

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Daten zum Album
Black Stone Cherry 2006
Produktion David Barrick, Richard Young
Interpret Black Stone Cherry Besetzung John Fred Young, Ben Wells, Reese Wynans, Chris Robertson, John Lawhon
Aufnahmedatum 2006
Gastmusiker
Label Roadrunner Lauflänge 47 min.
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